Predigtreihe in der Osterzeit

„Baum des Lebens“ ermöglicht Aufbruch und Neuanfang
Ostergottesdienste mit Paderborner Studierenden in der Universitäts- und Marktkirche

Für die bekannten Hochschulmessen an den kommenden Sonntagen der Osterzeit bis Pfingsten haben sich die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) und die Theologische Fakultät Paderborn wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern in der Universitäts- und Marktkirche wollen sie jeden Sonntag um 19.00 Uhr mit Blick auf den „Baum des Lebens“ über persönliche Aufbrüche und Neuanfänge im Leben nachdenken – und wer möchte, kann auf dem Weg dorthin selbst noch etwas Neues sähen oder pflanzen.
Zwischen Ostern und Pfingsten dreht sich bei den Hochschulmessen alles um die Frage, wie die bewegende Erfahrung von Ostern – also das Geheimnis von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi – jeden Menschen zu etwas Neuem führen kann. Als Zeichen dafür haben Studierendenpfarrer Dr. Nils Petrat und Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern eigens einen hochgewachsenen jungen Baum in den Kirchenraum gestellt.

„Der Baum in der Kirche soll darauf hinweisen, dass Ostern uns persönlich zu neuen Menschen machen kann. Er symbolisiert neues Leben, das für uns Christen aus der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus entsteht“, sagen die beiden Verantwortlichen und erläutern: „Bäume machen auf Menschen tiefen Eindruck. In vielen Religionen ist der Baum Ursymbol für das Leben. Er stammt aus der Tiefe der Erde und strebt zum Licht des Himmels.“

„Stellen sie sich mal ein Paradies ohne Bäume vor; das gibt es gar nicht“, meint Studierendenpfarrer Petrat und ergänzt, dass auch in der Bibel der Baum zum Symbol des Lebens wird. „Was der Baum im Ersten Testament ankündigt, wurde im Kreuzesholz Jesu zur neuen Wirklichkeit. Versöhnung, Einheit von Gott her und auf Gott hin, Berührung von Himmel und Erde, neues Leben. Vom Baum des Kreuzes erstand das Leben. Das Kreuz ist durch den Tod Jesu zum Symbol, zum Baum des Lebens geworden.“

Außerdem bietet sich allen Gottesdienstbesuchern die Gelegenheit zu einer außergewöhnlichen Aktion: An der Balustrade vor der Universitäts- und Marktkirche können sie bis Pfingsten selbst „neues Leben sähen“. Dafür werden dort mehrere Blumenkästen bereitgestellt, die mit ausreichend Erde befüllt sind. „Die Studenten pflanzen bzw. sähen vor dem ersten Gottesdienst am Sonntag die ersten Pflanzen und Samen ein. Jeder, der dann in der nächsten Zeit hier vorbeikommt, ist eingeladen, das Gleiche zu tun“, lädt Studierendenpfarrer Petrat zu den Gottesdiensten ein.

Alle Daten und Hinweise zu den Sonntagen gibt es hier: 2019-04-30 Baum des Lebens ermöglicht Aufbruch und Neuanfang.pdf

 

Text und Bild: Benjamin Krysmann (Theol. Fakultät)